Guten Morgen Fasanenhof,
 
aus Sicht des Fasanenhofs gibt es Einiges über die Bezirksbeiratssitzung am 12.12.2018 zu berichten:
 
Kreisverkehr Schelmenwasen
Herr Kies (von der Schreinerei Kies im Gewerbegebiet Fasanenhof- Ost) bedankte sich in den 5 Minuten für die Bürger beim Bezirksbeirat und Bürgermeister Pätzold für den Runden Tisch mit den Gewerbetreibenden des Gewerbegebiets vom 3.12. 2018 und für den dort wohl gefundenen "Lösungsvorschlag": Kreiselsperrung am Schelmenwasen für von der B27 kommende Fahrzeuge mit Umleitung in den Stau des Gewerbegebiets. Wie der endgültige Beschluss der Stadtverwaltung dazu lautet, werden wir erst wohl im Januar 2019 erfahren. 
Dagegen kündigte Bauer Günther (Lohäckerstraße) an ebenfalls, wie  Bauer Brodbeck das wohl bereits getan habe, den Pachtvertrag der Stadt für die Lohäckerstraße zu kündigen, aus Protest gegen die "Lösung " der Stadt zum Kreiselstau und zur Nord-Süd-Straße. Er befürchtet auf Grund der "Lösung" mehr Verkehr auf der Lohäckerstraße. Teile des Fuß- und Radwegs an der Lohäckerstraße sind also bis heute- fast 60 Jahre nach Gründung des Fasanenhof- in Privatbesitz und sind offensichtlich nur von der Stadt Stuttgart gepachtet. Angebote zum Kauf hat es wohl bereits gegeben. Der ehemalige Feldweg ist längst zu einer wichtigen und vielbefahrenen Zufahrtsstraße geworden und hätte somit auch  längst das Interesse der Stadtverwaltung auf sich ziehen müssen, um den Bedürfnissen der Fasanenhofer bzw. dem Verkehrszuwachs gerecht werden zu können. Doch zum Kauf und zur Verbreiterung der Straße- also auch zu mehr Sicherheit- ist es bisher nicht gekommen.
 
Stattdessen zu mehr Bebauung, Nachverdichtung auf dem Fasanenhof und in Fasanenhof -Ost- mit mehr Verkehr!   
Was kann der "normale " Bürger tun? Wie kann er seine Ideen einbringen?
 
Da das letzte Wort immer die Politik, also der Gemeinderat hat, wären die Stadträte hier die richtigen Ansprechpartner für jeden Bürger. Eine ideale Möglichkeit, die  Bedürfnisse und Wünsche der Bürger/innen zudem zum Ausdruck  zu bringen, bietet sich auch schon bald  im Rahmen des Bürgerhaushalts 2019, über den ab Januar 2019 berichtet und u.a. auf unserer Homepage informiert wird.
 
 
Nachverdichtung Ehrlichweg
 
Am 12.12.2018 stellte Herr Hausiel  vom Stadtplanungsamt im Bezirksbeirat Möhringen den überarbeiteten Entwurf mündlich vor. Der Entwurf sieht ca. 37 zusätzliche Wohnungen vor:(insgeamt ca. 137 Wohneinheiten), geplant sind zusätzlich zu den bisher bekannten Häusern:
 
für die Flüwo: ein 5-Stückiges Punkthaus der Flüwo an der Kurt-Schumacher-Straße und der Wunsch nach einer größeren, quadratischen Grundfläche mit Aufstockung auf 5 Stockwerke bei den 3 Punkthäusern (diese Aufstockung und Vergrößerung will aber selbst das Stadtplanungsamt nicht).
 
für die Postbau am Ehrlichweg: 3 längliche Blocks mit 32 Wohnungen (4 stöckig) 
 
für die Friedenau am Ehrlichweg 2 längliche Blocks mit 21 Wohnungen (4 stöckig)
 
die Gebäude der GWG bleiben wie bisher geplant.
 
Außerdem:
 
Zusätzlich im Entwurf, der auch als Vorlage für den Aufstellungsbeschluss des neuen Bebauungsplans dienen soll (laut Hausiel): die Möglichkeit zur Bebauung des Sautterwegs mit 3 Gebäuden auf den Parkplätzen und den Garagenflächen der Baugenossenschaften: Insgesamt ( 3 Blocks) 24 Wohnungen
 
Eine zusätzliche mögliche Bebauung der  privaten Garagenparkplätze (auch Bergiusweg) soll außerdem bereits jetzt, als Vorratsbeschluss mit in den neuen Bebauungsplan aufgenommen werden. Eventuell auch die privaten Reihenhäuser im Bereich Ehrlichweg, bestehende Baukörper mit den Erweiterungen (Aufzüge) der Baugenossenschaften sollen dann auch mit aufgenommen werden.
 
Damit wäre Baurecht im Bereich Ehrlichweg ,Giescheweg und Bergiusweg bis einschließlich Sautterweg und Teilen der Kurt-Schumacher-Straße geschaffen, über das dann die zukünftigen Bauherren nicht mehr mit uns Bürgern oder der Stadtverwaltung diskutieren müssten. Alles was jetzt in den Bebauungsplan kommt, dient nicht nur als variabler Platzhalter, ist also dann nicht mehr verhandelbar, sondern ist eine fest geschriebene Bau-Möglichkeit für die nächsten Jahrzehnte, erklärte Herr Hausiel, die  dann auch so wie im Bebauungsplan beschrieben (auch in Höhe und Fläche) vom zukünftigen Bauherrn sofort bebaubar ist.
 
Beispiel: wenn die Garagenbesitzer die Flächen doch verkaufen, könnte dort mit einem neuen Bebauungsplan sofort gebaut werden. Gleiches könnte für das Gebiet der Reihenhäuser gelten, falls diese in den Bebauungsplan aufgenommen würden. Der Punkthausturm an der Kurt-Schumacher-Straße könnte auch erst später realisiert werden...
 
Die Bezirksbeiräte aller Fraktionen hatten viel an diesen Plänen zu kritisieren. Maßgelblich wird aber der Beschluss im UTA sein.
 
Die Abstimmung im Bezirksbeirat ergab:
1.Einstimmig wurde beschlossen, dass die Flüwo- Punkthäuser nicht quadratisch sondern  mit den Maßen 13X18 Meter gebaut werden sollen
2.Abgelehnt wurde mit 12 Stimmen das Punkthaus in der Kurt-Schumacherstraße: dagegen 2 
3. Sautterweg soll nicht in Bebauungsplan, da die Bebauung dort nur als Alternativstandort gedacht war und  nicht zusätzlich: mit 11 Stimmen angenommen ( 1 Enthaltung, 1 Gegenstimme)
4.Maximale Zahl der Wohnungen soll nicht über 90 sein: 8 Stimmen dafür, dagegen 3, Enthaltungen 3
  
Zeitplan:
18.12. 2018 Städtebauausschuss
15.01.2019 UTA Beschlussfassung 
30.01.2018 Informationsabend für die Bürger über die Beschlüsse (im Jugendhaus Fasanenhof)
 
Plan: nach Erstellung des Aufstellungsbeschlusses rechnet Herr Hausiel mit 3 Jahren für das Bebauungsplanverfahren. Erst mit einem neuen und gültigen Bebauungsplan kann nachverdichtet werden.
 
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Lehrer