Stellungnahme zum Beschluss des UTA vom 15.01.2019

Überarbeitete Ergebnisse der Mehrfachbeauftragung Bereich Ehrlichweg in Stuttgart-Fasanenhof

Der Bürgerverein Fasanenhof - Hier leben wir e.V. setzt sich für die positive Weiterentwicklung des

Stadtteils durch die Unterstützung, Förderung und Durchführung von Aktivitäten im Stadtteil Fasanenhof

zur Integration und das Miteinander aller gesellschaftlichen Gruppen ein. Dabei sind ihm die

Förderung der dazu erforderlichen Rahmenbedingungen ein wichtiges Anliegen.

Die Bürgerbeteiligung zur Nachverdichtung rund um den Ehrlichweg hat der Bürgerverein begleitet

und dabei die Vertretung der Interessen der Beteiligten unterstützt.

Die Bürgerempfehlung und ihre 15 Grundsätze legen ein überzeugendes Zeugnis dafür ab, dass den

Bewohnern des Fasanenhofs eine umfassende angemessene Weiterentwicklung ihres Stadtteils ein

zentrales Anliegen ist. Sie wurden im weiteren Verfahren jedoch unzureichend berücksichtigt.

Das Ergebnis aus dem Wettbewerbsverfahren zur Nachverdichtung brachte einen tragfähigen Kompromiss

zwischen den Interessen der Bewohner und der Baugenossenschaften hervor. Insbesondere

die zeitnahe Erstellung der mit diesem Plan vorgeschlagenen Gestaltung des öffentlichen Raums hat

das Potential eine integrative Wirkung zu entfalten.

Die am 15. Januar 2019 vom UTA beschlossene Planung zur Nachverdichtung sprengt diesen Kompromiss!

Daher begrü.t der Bürgerverein die Beschlüsse, die der Bezirksbeirat Möhringen aufgrund seiner

Ortskenntnis am 12. Dezember 2018 getroffen hat. Dies gilt insbesondere für die Ablehnung des

zusätzlichen fünf-geschossigen Punktbaus an der Kurt-Schumacher-Straße und die Begrenzung auf

die ursprünglichen 90 Wohneinheiten.

Der zusätzliche Punktbau an der Kurt-Schumacher-Straße und die hohe Anzahl der Zeilenbauten

am Bergiusweg stellen keinen die Integration fördernden Städtebau dar. Der zusätzliche Punktbau

desintegriert die westlich davon liegenden zwischen Garagenhöfen, Stadtbahn und Erdwall der

BAB 8 eingeengten drei Wohngebäude und deren Bewohner in städtebaulicher und sozialer Hinsicht.

Die Anzahl der Zeilenbauten geht über das verträgliche Maß hinaus. Die Bebauung am Sautterweg

stellt keine Alternative, sondern eine Erweiterung der Bebauung dar.

Mit der beschlossenen Planung werden die wirtschaftlichen Interessen der Wohnungsbaugesellschaften

den berechtigten Interessen der Bewohner an Wohn- und Lebensqualität unverhältnismäßig

vorgezogen.

Vor diesem Hintergrund erwartet der Bürgerverein, dass die Stadtverwaltung bei der anstehenden

Erarbeitung des Bebauungsplanentwurfs die desintegrierende Wirkung der zusätzlichen Bauten berücksichtigt

und diese nicht in den Entwurf aufnimmt. Sowie mindestens den von der LBO vorgegebenen

Stellplatzschlüssel anlegt.

Der Vorstand

Stuttgart, den 24. Januar 2019

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