Bürgerverein Fasanenhof - Hier leben wir e.V.
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Telefon: 0711 / 65227122

Die diesjährige Sternsingeraktion stand unter dem Motto

FRIEDEN! IM LIBANON UND WELTWEIT.

Mit den Spendengeldern wird ein Unterrichtsprojekt im Libanon gefördert, bei dem Kinder lernen, Unterschiede in Glauben und Tradition zu akzeptieren und mit Menschen anderer Religion und Kultur wertschätzend, offen und solidarisch umzugehen.

An der Sternsinger-Aktion waren wieder 9 Kinder mit viel Freude und großem Eifer dabei. Sie haben an 2 Tagen 40 Haushalte im Fasanenhof besucht und am Dreikönigstag am Gottesdienst in St. Ulrich teilgenommen. Zusätzlich hat eine Gruppe am Sonntag im Altenheim Bethanien vielen Bewohnern große Freude und glänzende Augen bereitet.

Wir möchten der Familie des Verstorbenen unser größtes Mitgefühl aussprechen, es ist unfassbar, dass ein Mensch einem Anderen so etwas antun kann und das Leben einer ganzen Familie zerstört.

Wir fühlen auch mit den Bewohnern und Besuchern unseres Stadtteils, vor allem mit den Kindern, die wie wir durch das Drama am 31. Juli erschüttert wurden und den gewaltsamen Tod eines Menschen womöglich mitansehen mussten.

Seit vielen Jahren leben Bürger unterschiedlichster Herkunft im Fasanenhof friedlich zusammen, ja wir pflegen eine lebendige Nachbarschaft mit unzähligen Veranstaltungen und hohem bürgerschaftlichem Engagement in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Ein solches Drama haben wir seit Bestehen unseres Stadtteils, Gott sei Dank, noch nie erleben müssen.

Wir lassen uns nicht kriminalisieren und als Bewohner des Fasanenhofs diskriminieren. Diese schreckliche Beziehungstat ist rein zufällig in unserem Stadtteil passiert, es hat niemand vorhersehen und verhindern können.

Wir sind und bleiben ein offener, multikultureller und friedliebender Stadtteil mit einer für Stuttgart sehr niedrigen Kriminalitätsrate.

 

Der Vorstand des Bürgervereins Fasanenhof - Hier leben wir e.V.

Alle Termine abgesagt.“ Das ist auch die Situation in unserem Stadtteil. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren sind wir aufgerufen, die Nähe zu unseren Nachbarn zu meiden und auf „soziale Distanz“ zu gehen.

 

Das fällt - besonders im eigenen Stadtteil - schwer. Fasanenhof - Hier leben wir ist nicht nur der Name des Bürgervereins. Der Stadtteil ist unsere Zuhause, hier droht doch keine Gefahr. Wir fühlen uns sicher, wir kennen unsere Nachbarn doch. Dort sollen wir uns jetzt nicht mehr zwanglos beim Bäcker auf einen Kaffee treffen, gemeinsam die Sonne auf den Bänken den Janusz-Korczak-Wegs genießen und die Kinder davon abhalten, die Spielplätze zu nutzen? Ja, so ist es - zumindest für die nächste Zeit.

 

Trotz oder gerarde wegen dieser nun notwendigen sozialen Distanz gibt es aber ein soziales Miteinander auf dem Fasanenhof: Einkaufsinitiativen, Unterstützungsplattformen, der Schwatz von Balkon zu Balkon oder ein freundliches gerufenes „Bleiben Sie gesund!“ bei einer Begegnung auf dem Boulevard, sind weiterhin möglich.

 

Wir stellen hier einige Inititativen vor, die auf dem Fasanenhof angeboten, zum Mitmachen einladen und gerne in Anspruch genommen werden können: .

 

 

Einkaufshilfen und Bring-Service

Ehrenamtliche kaufen ein und bringen den Einkauf nach Hause. Ein Angebot vor allem für Menschen, die in der aktuellen Sittuation zu Hause bleiben sollen, also ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen oder Menschen in Quarantäne.

 

Nachbarschaftssheld*innen des CVJM: Die Jugend der evangelischen Kirche bietet gemeinsam mit der ILM e.V., Inititative Möhringen, Sonnenberg und Fasanenhof einen Einkaufsservice an:

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Telefon: 0711 / 71 49 80

 

Auch der Freiwilligendienst des Caritas-Verbands Stuttgart, Caleidoskop, koordiniert Einkaufshelfer und solche, die den Bringservice in Anspruch nehmen wollen.

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Telefon: 0711 / 213 216 70

Mehr Informationen unter www.caleidoskop-stuttgart.de

 

 

Sonderöffnungszeiten

Edeka Fleck am Europaplatz bietet ab Montag, 23. März morgens von 07:00 Uhr bis 08:00 Uhr eine Sonderöffnungszeit für ältere Menschen und Menschen mit Handicap/Rollstuhlfahrer etc. an. Vor der allgemeinen Öffnungszeit soll diese Einkaufszeit den besonders Gefährdeten zur Verfügung gestellt werden. Der Zugang zum Markt wird reglementiert, die Abstandsregeln von 2 Meter zum nächsten und und zum Verkaufspersonal sind unbedingt einzuhalten. Es werden 4-5 ehrenamtliche Helfer vor Ort sein, die den Zugang koordinieren und den Menschen helfen, schwere Einkäufe nach Hause zu bringen.

Ehrenamtliche Helfer können ihre Unterstützung eintragen unter:

https://doodle.com/poll/348tbcsumiwm3a9d

 

 

Lieferdient Mittagessen

Weil der Lieferdienst für Kindergärten und Schulen derzeit nicht benötigt wird, stellt der Caterer „Heimathafen West“ der Waldheime seine Kochkünste allen zur Verfügung. Der Caterer liefert ein einfaches warmes Mittagessen zum Preis von 4,50 EUR oder einen frischen bunten Salat für 2,50 EUR. Ein Speiseplan kann angefordert werden.

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Telefon: Rachel Sandkühler 0171 / 60 86 509

 

 

Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Das Kinder- und Jugendhaus Fasanenhof ist geschlossen. Öffentliche Plätze und Spielplätze dürfen in Gruppen nicht genutzt werden. Das Jugendhausteam bietet darum seine Unterstützung an. Das Team gibt Tipps für die Freizeitgestaltung, spielt, unterstützt bei den Hausaufgaben und hört zu: Es ist Mo bis Fr von 10 bis 18 Uhr erreichbar.

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Telefon: 0711 / 71 57 408

Facebook: Jugi Fasanenhof

intsagram: jugendhaus_fasanenhof

 

 

Für alle und für einige ganz besonders

Jeden Abend um 21 Uhr: Klatschen für die Alltagshelden

Wer sich gerne bei jenen bedanken möchte, die das öffentliche Leben aufrechterhalten und das zum Teil über die Grenzen des Zumutbaren tun, kann sich diesem netten Ritual anschließen, zu dem sich einige Fasanenhoferund Fasanenhoferinnen bereits seit vergangenen Donnerstag verabredet haben.

Jeden Abend um 21 Uhr treten sie uf den Balkon und Klatschen. Im Fasanenhof kann man an einigen Stellen den Dank schon ganz gut vernehmen.

Der Dank gilt den Alltagshelden: Ärzt*innen, Pfleger*innen, Briefträger*innen, LKW-Fahrer*innen, Lieferdienste, Apotheker*innen, Verkäufer+innen u.v.w.m

 

Bleiben Sie zuhause und bleiben Sie gesund!

www.fasanenhofschule-stuttgart.de

Die Besonderheiten von Stadtteilen im Umland von Großstädten stärken – das ist die gestellte Aufgabe der Projektgruppe „Kurz hinter Kassel“ der Universität Kassel, bestehend aus zwanzig Bachelorstudierenden der Stadt- und Regionalplanung. Die Studierenden sahen sich auf ihrer Exkursion nach Stuttgart nun den Stadtteil Fasanenhof an und diskutierten die Eigenheiten und den Charakter des Ortsteils gemeinsam mit dem Bürgerverein Fasanenhof – Hier leben wir e.V.

Im Vordergrund des Besuchs zu Beginn des Sommersemesters standen Maßnahmen, die mit Fördermitteln der Städtebauförderung umgesetzt werden konnten, stadträumliche Probleme und Gefahren, die die Mitglieder des Bürgervereins in ihrer Nachbarschaft und der potentiellen Entwicklung ihres Stadtteils sehen. Mittels einer Stadtteilführung, geleitet von Mitgliedern des Bürgervereins, wurden verschiedene Projekte und Herausforderungen des Fasanenhofs besprochen. So waren der alte und nun wiederbelebte Fasanengarten, die Lärmschutzwand der Autobahn, die Backstube und das neue Kinder- und Jugendhaus Ziele der Gruppe. Die verschiedenen Bauformen, Fragen zur Eigentümerstruktur und Probleme der räumlichen Struktur und Wegeverbindung wurden entlang des Weges konkret besprochen. Fragen zum ehrenamtlichen Engagement des Vereins, den räumlichen Projekten, dem sozialen Zusammenleben, Zukunftsvisionen und persönlichen Anliegen konnten in den Räumen des Bürgervereins diskutiert werden. Selbst kritische und fachbezogene Fragen wurden ausführlich beantwortet und plastisch erklärt. Aufgrund der unterschiedlichen Interessen der Vereinsmitglieder und der langen Wohndauer der Mitglieder konnten viele Blickwinkel und Eindrücke aufgezeigt, die Geschichte der Satellitenstadt lebendig beschrieben und einige Ziele des Vereins erläutert werden. Die Studierenden erkannten, welche zentrale Rolle ein Bürgerverein bei der Stadtentwicklung innehaben kann. Eine Beteiligung und Zusammenarbeit mit Bewohnern kann bereichernd auf den Planungsprozess wirken und steigert häufig das Planungsresultat. Dabei wurde auch aufgezeigt, dass die Beteiligung aller Bewohner eines Stadtteils in den Planungsprozess häufig nicht einfach sei. Projektleiter Carsten Pieper kommentierte, dass „die Beteiligung aller sozialer Gruppen in vielen Fällen schwierig ist; trotzdem muss sie gefördert werden. Auch die Nichtteilnahme an Partizipationsformaten sollte nicht dazu führen, dass die Interessen der Nichtteilnehmenden als nichtexistent gewertet werden.“ Eindrücke von Herausforderungen und Lösungen im Fasanenhof wurden im Rahmen des Planungsprojekts bis zuletzt mit Fragestellungen von Städten im Kassler Umland verglichen.

Ihr Carsten Pieper