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Gemeinsames Singen und Musizieren macht Freude. Musik baut Brücken. Wir laden herzlich zu unserm...

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Nachverdichtung - die Stadt nennt weitere Termine

Die Stadt Stuttgart informiert zum weiteren Verfahren und nennt folgende Termine: Die...

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Nach der Zeit des Wartens nichts Erhellendes

Stellungnahme des Bürgervereins zum Wettbewerbsverfahren rund um den Ehrlichweg Grundsätzlich ist...

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Geänderte Öffnungszeiten des Bürgertreffs

Nach den Sommerferien bietet der Bürgerverein neue Sprechstundentermine an: Eine Bürgercaféstunde im...

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Das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart teilte am 1. März 2018 per Pressemeldung mit:

"Im Zeitraum bis zum Abschluss der Bauarbeiten, voraussichtlich Mitte Mai, sei die Geschwindigkeit des Verkehrs auf dem Abschnitt der A8 zwischen den Anschlussstellen Stuttgart-Degerloch und Möhringen in Fahrtrichtung Karlsruhe auf 80 km/h und in Fahrtrichtung München auf 100 km/h beschränkt ist. Der Fußweg im Bereich hinter der Lärmschutzwand müsse für die gesamte Bauzeit bis voraussichtlich Mitte Mai gesperrt werden."
Zum vollständigen Text der Pressemeldung des RP

 

Verwaltung als Gutsherr

„Wir tragen mit unserer Arbeit dazu bei, die Lebensqualität von knapp vier Millionen Menschen zu sichern und zu verbessern.“

„Das Regierungspräsidium Stuttgart ist zudem Ansprechpartner für Bürger, […], Verbände und Organisationen.“

So heißt es auf der Homepage des Regierungspräsidiums Stuttgart.

Gegenwärtig lässt das Regierungspräsidium Stuttgart die Lärmschutzwand an der A8 abreißen und hat dabei auch den Fußweg, der vielen Fasanenhöfern als verkehrsreduzierender Einkaufs- und Arbeitsweg dient, gesperrt. Begleitende Maßnahmen, die die zusätzliche Lärmbelastung reduzieren, hat das Regierungspräsidium nicht vorgenommen. Der Abriss führt nun dazu, dass in den nächsten fünf Monaten der Lärm der A8 ungehindert in die Wohnzimmer der Fasanenhöfer schallt.

Seit Jahren steht der Bürgerverein in Kontakt mit dem Regierungspräsidium, um eine Lärmreduzierung an der A8 zu erreichen. Die Forderungen nach wirksamen Lärmschutzmaßnahmen gingen zudem ein in die Bürgerempfehlung und haben Niederschlag in dem vom UTA beschlossenen Antrag vom 13.12.2016 zur Nachverdichtung gefunden.

Trotzdem hat das Regierungspräsidium noch nicht einmal den Bürgerverein geschweige denn die Bewohnerinnen und Bewohner über den Abriss der Lärmschutzwand und die Sperrung des Fußwegs informiert. Auch hat es unserer Kenntnis nach keinerlei Rücksprachen mit der Stadt Stuttgart gegeben.

Das ist Verwaltungshandeln nach bester Gutsherrenart!

Aber auch das Land steht in der Verantwortung und muss sich dieses Handeln des Regierungspräsidiums zurechnen lassen. Schließlich ist das Ministerium für Verkehr übergeordnete Dienststelle der Straßenbauverwaltung des Regierungspräsidiums.

Der Bürgerverein Fasanenhof – Hier leben wir e.V. fordert von Regierungspräsidium und Verkehrsministerium:

  • sofortige Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A8 im Bereich Fasanenhof für die Zeit der Baumaßnahmen

  • umgehende umfassende Information der Bewohnerinnen und Bewohner über Sinn und tatsächlichen Nutzen der Baumaßnahme

  • wirksame Lärmschutzmaßnahmen über den gesamten Bereich des Fasanenhofs (Verlängerung der Lärmschutzwand, Flüsterasphalt, Geschwindigkeitsbegrenzung, Überdeckelung der A8 etc.)

  • Einbeziehung der Nord-Süd-Straße und der B27 in die Lärmschutzmaßnahmen.

Der Bürgerverein Fasanenhof - hier leben wir e.V. bat das zuständige Regierungspräsidium um Informationen über die durchgeführten und geplanten Maßnahmen nach Abbau der Lärmschutzwand zur A8. Mit Schreiben vom 12.02.2018 teilte das Regierungspräsdium Stuttgart mit, dass bei einer routinemäßigen Bauwerksprüfung im Juli 2016 gravierende Mängel an der Lärmschutzwand festgestellt wurden. Im Zuge einer reinen Erhaltungsmaßnahme werden nun die alten Holzelemente durch neue, widerstandsfähigere Aluminiumelemtente ersetzt. Das Regierungspräsidium geht davon aus, dass die neuen Elemente bis ca. Ende April 2018 montiert sein werden. Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf der A8 sei während der Zeit der fehlenden Lärmschutzwand nicht vorgesehen. Wie das Regierungspräsidium weiter mitteilt, soll die Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen S-Möhringen und S- Degerloch einen neuen Fahrbahnbelag erhalten. Die Fahrbahndeckenerneuerung auf der A8 wird voraussichtlich zwischen dem 11.06. und dem 31.10.2018 durchgeführt.

Für die neue Fahrbahndecke sei der Einbau eines lärmreduzierenden Splitt-Matrix-Asphalts (SMA) vorgesehen, der einen Lärmreduktionswert von 2 dB(A) beinhaltet. Das Regierungspräsidiums geht davon aus, dass mit dieser Belagsart eine Reduzierung der Lärmimmission im Bereich von 4 dB(A) zu erreichen sei. In der Folge würden die Auslösewerte der Lärmsanierung im Bereich A 8 / Fasanenhof durchgehend unterschritten. Die Lärmbelastung der dortigen Wohnbevölkerung durch den Straßenverkehrslärm der A 8 wird deutlich reduziert.

 

Wie diese Bilder zeigen, wurde ab Mitte Januar 2018 die Lärmschutzwand an der A8 abgebaut.

Wir, die Bügerinnen und Bürger des Fasnenhofs wussten nicht, dass das passiert.
Keiner weiß, wie lange die Sperrung der Fußwege dauert. (Es ist der Einkauf- und Arbeitsweg für viele Fasanenhöfer). Keiner weiß, wann die Wand wieder aufgebaut wird.
Keiner weiß, ob wir eine Verbesserung des Lärmschutzes bekommen.

Der Bürgerverein bat das zuständige Regierungspräsidium um Antwort auf diese Fragen zu erhalten.

Die Informationspolitik des Regierungspräsidiums verteidigte dessen Pressesprecherin gegenüber der Filder-Zeitung am 30.01.2018. Die Stellungnahme des Bürgervereins Fasanenhof - Hier leben wir e.V. dazu finden Sie hier.

 

Der Bürgerverein unterstützte die Online-Petition "Geschwindigkeitsbeschränkungen auf A8 und B27 in der Nacht" hier gehts zur Petition

Die Petition war bis zum 10.01.2018 aktiv. Der Text der Petition lautet:

 

"Zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr müssen die Geschwindigkeiten von PKW’s auf 80 kmh, von LKW’s über 7.5 Tonnen auf 60 kmh reduziert werden. Konkret betrifft das die BAB 8 zwischen Stuttgarter Kreuz und Flughafen, und die B27 zwischen Bonlanden und Degerloch.

Begründung:

Die Wohngebiete entlang der BAB-8 und der B-27 sind von Jahr zu Jahr mit mehr Verkehrslärm, Abgasen und Feinstaub belastet. Schon vor über 10 Jahren waren z.B. die zulässigen Lärm-Werte im Wohngebiet Fasanenhof überschritten. In diesen über 10 Jahren wurde • die A8 auf 6 Spuren erweitert • zu Stoßzeiten 8 Spuren freigegeben (durch Benutzung der Standspur) • die vorhandenen Lärmschutzwände für mehr Fahrspuren reduziert • erweiterte Lärmschutzmaßnahmen abgelehnt • Eingaben zurück gewiesen • der versprochene Flüsterasphalt bis heute nicht aufgetragen.

Inzwischen ist die Lärmbelastung, vor allem in der Nacht, unerträglich geworden.Geplant ist weiterer Ausbau der Verkehrswege. Lärm und Belastung mit Abgasen werden zunehmen:„Die A 8 und die A 81 stehen im Bundesverkehrswegeplan 2030 als Maßnahmen mit vordringlichem Bedarf“, so Norbert Barthle, Staatssekretär im Bundesverkehrtsministerium, in der Stuttgarter Zeitung vom 08.09.2017. Und weiter: „Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat allen Maßnahmen für Baden-Württemberg zugestimmt.“Der Ausbau führt zu weiterer Lärmbelastung. Der Schutz der Gesundheit der Bürger darf nicht hinter Wirtschaftsinteressen zurückbleiben und muss wieder Thema werden!

Wie aus dem Foto zu sehen ist, sind die Wohngebiete rund ums Echterdinger Kreuz dreifach belastet: • die BAB-8 verläuft fast geradlinig von Ost nach West auf das Wohngebiet zu • der fast dauernd wehende Westwind verstärkt die Lautstärke. • Abgase und Feinstaub werden direkt ins Wohngebiet geweht

Zumindest nachts würden wir Bürger gern wieder bei offenem Fenster schlafen können!

Dabei wäre es so einfach, hier sofort und sogar ohne Kosten eine Verbesserung herbeizuführen. Sowohl entlang der BAB-8, als auch der B-27 stehen Schilderbrücken mit frei programmierbaren Geschwindigkeitsanzeigen. Es bedürfte noch nicht einmal eines 2-stelligen Geldbetrags, um nachts die Lärmbelastung zu senken, indem man PKW’s auf 80 kmh, und die LKW’s auf 60 kmh abbremst.

Wir Bürger wollen noch vor Bundestagswahl konkrete Schritte sehen!"

 

Die Online-Petition wurde von 507 Personen unterstützt.

Herzlichen Dank an alle, die die Petition unterzeichnet haben. 

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